Markus (Raum Berlin)

Mit acht Jahren sah ich im Kreis meiner Familie einen Fernsehfilm. Wüstenräuber überfielen eine Karawane und legten die erbeuteten Frauen in Ketten. Ich sprang auf und lief ins Bad um die Gefühlsexplosion in mir fortzutragen von den Anderen. Mit 8 war ich überzeugt, wenn jemand herausfindet was ich empfinde, werde ich aus der menschlichen Gemeinschaft herausgeworfen. 1979 in einem schwäbischen Dorf. Google ging erst 18 Jahre später online.

Über dreieinhalb Jahrzehnte habe ich meine Maske perfektioniert. War nie wirklich in Beziehung gegangen. Zu monströs erschien mir das, was in meinem Inneren lauerte und keinesfalls entdeckt werden durfte. Nach außen freundlich und zugewandt zu sein war selbst gegenüber Menschen, die glaubten mir nahe zu stehen, ein wirksames Versteck dafür.

Den Kampf darum, normal zu werden habe ich klar verloren. Anders als an vielen anderen Baustellen hat Gott mir für mein pervers-sein keine Veränderung geschenkt. Trotz vieler Jahre des Gebets.

2013 gab ich es darum auf, normal werden zu wollen. Ließ mich von Gott aus meiner Sackgasse herauslieben. Veränderte mein Leben grundlegend. Erzählte meinen Freunden die Wahrheit über mich und legte so nach und nach den Sumpf aus Lügen und Geheimnissen in meinem Leben trocken.

9 Jahre sind seither vergangen. In vielen Aspekten bin ich heute der Mann, den ich mir als Mentor gewünscht hätte. Work-in-progress in Gottes Hand. Ein Ausdruck dieser Entwicklung ist es Christi Leib zu dienen. Übergemeindlich, ökomenisch. Wenn Du Dich also allein mit Dir in Deinem so&so-anders-sein fühlst, sprich mich an: markus@sm-und-christsein. Du findest in mir einen Glaubenspraktiker mit reichlich reinigendem Zerbruch im Leben. Und voll Dankbarkeit für die tiefen Beziehungen, die so ermöglicht werden.

Die gute Nachricht des Evangeliums gilt für Dich&Mich. 100%. Jesus sagt „Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30)